Bahariya ist besonders für die Schwarze Wüste und die Goldenen Mumien bekannt. Die Umgebung der Oase ist sehr friedlich, es gibt Sanddünen, Berge, Palmplantagen und heiße Quellen. Es gibt auch historische Stätten aus dem Mittleren Reich und zwei Museen nahe dem modernen Zentrum von Bawati zu besichtigen.

Bahariya ist die Kairo am nächsten gelegene Oase und mit 2000 km2 die kleinste der vier Senken in der Westlichen Wüste. In der Periode des Alten Reiches war die Oase das Herz der großen Karawanen-Straßen durch die Wüste. Zu jener Zeit war die Straße von Kairo ein Pfad für Eselskarawanen durch die Oasen. Von Bahariya verzweigte sich der Weg in die Richtungen Siwa, Minya und Fayoum. Die Oase war darüber hinaus ein wichtiger Produzent von Wein, der ins ganze Reich transportiert wurde.

In alter Zeit war Bahariya bekannt als die Nördliche Oase. Ramses II erwähnte sie auf den Wänden des Amun-Tempels in Luxor als einen Ort, der für den Bergbau von Bedeutung war. Aber Millionen von Jahren vor den Pharaonen lebten hier Dinosaurier in Wäldern und Mangroven-Sümpfen. Ihre Knochen wurden rund um den Jebel Dist entdeckt. Heute wird die Oase von Beduinen und den Nachkommen der Siedler aus dem Niltal bewohnt.

Der Italiener Belzoni war der erste dokumentierte Entdecker, der die Oase 1819 erreichte - obwohl er eigentlich glaubte Siwa erreicht zu haben. Natürlich sind die alten Karawanen-Routen jetzt asphaltiert, sodass es nun viel einfacher ist, nach Bahariya zu reisen. Die Fahrt von Kairo nach Bahariya dauert nur vier Stunden, und ganz sicher wird sich niemand verirren.